David Cassidy

 

Die einen sind mit den Beatles groß geworden, die anderen mit den Rolling Stones. Für mich war David Cassidy Teil meiner frühen Jugend. Wenn ein Idol aus der Jugend geht, dann wird eine Seite des eigenen Lebensalbums umgeblättert. Die Zeit schreitet voran, nicht nur bei dem anderen, sondern auch bei einem selbst. Die Jugend lässt sich nicht festhalten.

 

David Cassidy entsprach schon lange nicht mehr dem Bild des jungen Mannes, den ich in Erinnerung behalten habe. Er war ein Mann mit Alkohol- und Drogenproblemen, geliftet und mit gefärbten Haaren. Aber sein Lächeln, in das ich mich damals als junges Mädchen verliebt habe, war ihm die Jahre über geblieben. Wenn ich die vielen Bilder von David Cassidy sehe, sehe ich in all den Fotos, ganz gleichgültig, wie alt er auf den Fotos ist, nach wie vor dieses Lächeln, das für mich damals das schönste Lächeln der Welt gewesen ist: ein wenig schüchtern, vielleicht auch ein bisschen verlegen, vor allem sehr lieb. Und dann freue ich mich, dass es ihn als Keith Partridge gegeben hat, dass ich ihn im Fernsehen erleben und mich mit ihm wegträumen durfte. Ich bin traurig, dass er gestorben ist, aber ich bin glücklich, dass ich meine Erinnerungen habe.

 

David Cassidy (1950-2017)