Es ist nur ein Tropfen, aber ...

 

Eine kleine schriftliche Notiz erinnert mich daran, dass wir die ersten Spender beim Bärenpark Worbis gewesen sind. Das war in den 90ern, als der Bärenpark gerade seine Tore geöffnet hatte. Und nun ist der Alternative Bärenpark Worbis zu einer festen Einrichtung im Eichsfeld geworden und erfreut sich großer Beliebtheit mit vielen Aktionen und Veranstaltungen. Was so leicht aussieht, ist mit einer Menge Arbeit verbunden, gerade auch, was die Außendarstellung angeht. Lauras Kolumne muss zum Beispiel regelmäßig erstellt werden, damit das Interesse nicht abreißt.

 

Regelmäßige Newsletter erhalte ich auch aus der Wildife SOS Station in Indien, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Elefanten eine sicher Heimat zu geben. (Nicht nur. Es werden auch andere Tiere gerettet und finden ein neues Zuhause.) Wenn man Indien kennt, weiß man, dass die Elefanten gängige Transportmittel auch auf Autobahnen sind und leider dadurch auch vielfach in Autounfälle verwickelt werden. Das ist eine schreckliche Vorstellung. Nicht nur, dass sie verletzt werden, sondern dass sie einem unvorstellbaren Lärm und psychischen Belastungen ausgesetzt werden. Die zweispurigen Autobahnen sind in der Regel gestopft voll und werden auch schon mal vierspurig genutzt. Für eine Strecke von 200 km kann man durchaus auch mal 6-7  Stunden brauchen, weil nichts mehr geht. Es herrscht ein geregeltes Chaos und bleibt trotzdem rücksichtslos den Tieren gegenüber. Die Elefanten werden in Indien nicht gut behandelt.

 

Durch die regelmäßigen Informationen, die ich aus Indien erhalte, sind mir die Tiere wie Asha, Peanut und Suzy oder Laxmi ans Herz gewachsen. So geht es mir auch mit den Tieren Max, Pedro oder Laura im Bärenpark. Worbis oder den Koalas in Port Macquarie, eine kleine Küstenstadt an der Ostküste Australiens. Es hat wundervolle Strände, aber leider gleichzeitig auch Haie und zeitweise tödlichen Quallen. Optisch ein Paradies, aber in der Realität sind die Menschen dort eher desinteressiert, was ihre Umgebung angeht.

 

Überall auf der Welt "brennt" es und man weiß schon gar nicht mehr, wohin man zuerst schauen soll, um zu helfen. Manchmal möchte man einfach verzweifeln. Es lautet ein Sprichwort, wenn man nichts ausrichten kann, es sei nur ein Tropfen auf einem heißen Stein. Aber viele Tropfen können einen Regen ergeben, Bäche zu Strömen anschwellen lassen und Brände löschen. Auch wenn es nur wenig ist, was wir ausrichten können, es ist besser, etwas zu tun, und sei es auch noch so klein, als die Hände in den Schoß zu legen.

 

In diesem Sinne

 

Ihre Astrid Seehaus

 

Mit herzlichem Dank an meine Eichsfelder Leser für ihre Spende an Wildife SOS in Indien
Mit herzlichem Dank an meine Eichsfelder Leser für ihre Spende an Wildife SOS in Indien