Drache: früher - heute

von illuBine

Wie ich als Illustratorin begann:

Als Kind habe ich immer gerne gemalt. Entweder, indem ich meine Hausaufgaben verschönert habe, oder mich in den Bücher meiner Eltern verewigt. Das kam nicht immer so gut an. Jedoch hat es mir unheimlichen Spaß gemacht Figuren zu erfinden, diese aufzumalen und mir verrückte Geschichten zu ihnen auszudenken. Dass dieser Beruf Illustrator hieß, wusste ich damals nicht.

 

Je älter man wird, desto mehr Interessen kommen hinzu, sodass weniger Zeit zum Malen blieb. Erst viel später, als ich mit meiner ersten Tochter schwanger war, habe ich das Zeichnen wieder für mich entdeckt. Mein Zeichenmaterial beschränkte sich damals auf ein paar Bleistifte, einem Block und einem Radierer. Erst nach und nach habe ich Dinge ausprobiert. Auch mal auf Leinwände gezeichnet, mit Ölfarben herumexperimentiert, Collagen aus alten Zeitungen erstellt. Bei Acrylfarben bin ich schließlich hängengeblieben. Langsam baute ich mir eine Webseite auf, um mich bei Verlagen zu bewerben.

 

Es war nicht so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte. Es folgten Absagen. Wenn ich meine alten Bilder heute sehen, weiß ich natürlich, warum ich keinen Auftrag bekam. Die Bilder waren einfach nicht gut.

 

Ich muss gestehen, dass ich null Ahnung hatte, wie ein Bild aufbereitet werden muss. Also die dpi-Zahl, Farbmodus, Größe und so weiter. Heute findet man die Infos alle im Internet. Das war damals nicht der Fall.

 

Drachen

Früher  - Heute


Wie ging es weiter ...

Irgendwann bekam ich dann doch eine Rückmeldung eines Verlages, der es mit mir als Illustratorin versuchen wollte. Die Verlegerin glaubte an mein Talent. Doch Talent zum Zeichnen macht vielleicht 30-40% in dem Beruf aus. Der Rest ist sehr harte Arbeit, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Sich auch mal neu erfinden, ausprobieren, seine Nische finden und ausbauen. Man braucht auch Glück und Menschen, die an einen glauben und aufbauen. Diesen Menschen habe ich in dieser Verlegerin gefunden, mit der ich heute noch zusammen arbeite. 


Je mehr man sich reinhängt, je mehr man zeichnet, desto besser wird man eben. Und wenn ich die Bilder von früher und heute vergleiche, muss ich lachen. Aber so war eben der Anfang und man lernt aus seinen Fehlern und wird besser. Hätte ich es aber damals nicht versucht, wäre ich heute auch nicht da, wo ich jetzt bin.

 

 

Es folgt: Wie ich heute eine Illustration anlege